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Bürstenloser Akkuschrauber 18V: Was der Brushless-Motor wirklich bringt

Brushless, EC-Motor, bürstenlos: Diese Begriffe stehen inzwischen auf fast jedem besseren Akkuschrauber 18V. Hier erfährst du, wie sich ein bürstenloser Motor von einem klassischen Kohlebürstenmotor unterscheidet, was du im Alltag davon merkst und wann sich der Aufpreis lohnt.

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So arbeitet ein Motor mit Kohlebürsten

Im klassischen Gleichstrommotor dreht sich ein Anker mit Kupferwicklungen in einem Magnetfeld. Damit er sich weiterdreht, muss der Strom in den Wicklungen ständig umgepolt werden. Das erledigen zwei Kohlebürsten, die auf dem drehenden Kollektor schleifen. Diese Technik ist einfach und günstig. Sie hat aber einen Preis: Die Reibung kostet Energie, erzeugt Wärme und nutzt die Bürsten mit der Zeit ab.

So arbeitet ein bürstenloser Motor

Beim bürstenlosen Motor ist es umgekehrt. Die Magnete sitzen auf dem drehenden Teil, die Wicklungen stehen fest. Eine Steuerelektronik schaltet den Strom in den Wicklungen im richtigen Moment um, ganz ohne Schleifkontakte. Deshalb spricht man auch vom elektronisch kommutierten Motor, kurz EC-Motor. Die Elektronik misst dabei laufend, wie stark der Motor belastet ist, und passt die Leistung an.

Die Vorteile im Alltag

  • Mehr Arbeit pro Akkuladung: Weil keine Energie in Reibung verloren geht, schaffst du mit demselben Akku spürbar mehr Schrauben und Bohrungen.
  • Kompaktere Bauform: Bürstenlose Motoren bauen kürzer. Viele kompakte 18V Akkuschrauber mit hoher Leistung sind erst dadurch möglich geworden.
  • Weniger Verschleiß: Es gibt keine Bürsten, die sich abnutzen. Das verlängert die Lebensdauer bei häufigem Einsatz.
  • Gleichmäßige Kraft unter Last: Die Elektronik hält die Drehzahl auch dann stabiler, wenn der Bohrer im Material arbeitet.

Wann Kohlebürsten völlig reichen

Ein Motor mit Kohlebürsten ist kein Auslaufmodell für Bastler. Wenn du den Akkuschrauber nur ein paar Mal im Jahr für Möbel, Bilder und kleine Reparaturen nutzt, wirst du die Bürsten kaum je verschleißen. Geräte wie der Einhell TE-CD 18/40 Li oder der Ryobi R18DD3 sind deshalb für Gelegenheitsnutzer eine sinnvolle und günstige Wahl.

Faustregel

Schraubst du mehrmals im Monat oder arbeitest du mehrere Stunden am Stück, lohnt sich ein bürstenloser Akkuschrauber. Für den gelegentlichen Einsatz im Haushalt reicht ein gutes Gerät mit Kohlebürsten.

Bürstenlose Modelle aus unserem Vergleich

Angaben laut Hersteller, Stand Oktober 2026. Alle Daten und Einordnungen findest du im Akkuschrauber 18V Vergleich.

Häufige Fragen zum bürstenlosen Akkuschrauber

Woran erkenne ich einen bürstenlosen Akkuschrauber?

Hersteller kennzeichnen bürstenlose Geräte meist deutlich, etwa mit den Begriffen Brushless, BL, EC oder bürstenlos in der Produktbezeichnung oder auf dem Gehäuse. Im Zweifel hilft ein Blick ins Datenblatt.

Ist ein bürstenloser Akkuschrauber automatisch stärker?

Nicht automatisch. Das Drehmoment hängt von Motor, Getriebe und Elektronik ab. Bürstenlose Geräte holen aber mehr aus dem Akku heraus und halten ihre Leistung unter Last oft stabiler.

Kann man Kohlebürsten wechseln?

Bei vielen Geräten ja, bei günstigen Modellen ist der Wechsel aber oft nicht vorgesehen oder unwirtschaftlich. Wenn ein älterer Akkuschrauber funkt, ruckelt oder an Kraft verliert, können verschlissene Bürsten die Ursache sein.